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Welch Inspiration..

In meiner Gruppe hab ich schoneinmal angeschrieben, das es mich fasziniert wie leicht der menschliche Geist zu beeinflussen, zu brechen ist. Vom einen Moment zum anderen kann das, von vorneherein als solches angesehen, unterbewusste Fass zum Überlaufen gebracht werden, sei es durch ein Lied, eine Handlung, nur durch ein Bild.. Es hat etwas paradoxes, wie ich als sechzehnjähriger in meinem Keller sitze, Chiabattabrot esse und mich von den Klängen Chopins Nocturne berauschen lasse.

Rausch. Ja, so kann man es nennen. Weniger Impuls als vielmehr schleichend, melancholisch. Das Gefühl des Verlustes, der letzten Zigarette, der letzten Seite des Buchs schleicht sich hinterhältig wie die Schlange aus dem Garten Eden in den Tagesablauf, verwirrt, und bringt doch endlich die Reihe von Momenten, die Stunde dessen, auf die man unterbewusst schon so lang gewartet hat..

Ich, als.. als sagen wir mal relativ nachdenklicher Mensch, brauche in unregelmässigen Abständen dieses Gefühl des Alleinseins.

Diese Minimale Art von Reinkarnation, die Minuten oder Stunden in der Woche, in denen ich zu mir selbst finden kann. Klassik und Gauloise quasi. Ach Gott, wie Clichéehaft. Fehlen ja nurnoch Rotwein und Whisky.. Und doch, das Clichée bestätigt sich. Man beginnt mit solchen melancholsichen Phasen ad Dato wohl im Alter von zwölf oder dreizehn Jahren, der erste Liebeskummer. Und solche Sachen.. Man erntet Mitleid und sonstige pathetische Bekundungen, wie leid man doch der großen weiten Welt tut, doch im Endeffekt muss man selbst lernen damit umzugehen. Manche geben sich eine jahrelange Gnadenfrist der Verdrängung, in der jedes Problem vehement zur Seite geschoben wird. Das tu ich nicht. Ich.. nehme mir die Zeit die ich brauche, setze mich hin oder gehe los, werde zum 'Weltenwanderer'. In Stiefeln oder Phantasie ziehe ich hinaus, lasse die Gedanken schweifen und begeistere mich an Kleinigkeiten. Gönne mir diese Verzauberung des simplen Seins, des lostgelöstseins.

Solche Momente sind unanteilbar. Op.9 ist vorbei, und so auch der Blogeintrag. Mir ist nicht nach diskutablem Ende..

7.9.08 19:38
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gast (21.10.08 20:57)
Schlichtweg faszinierende Worte die mir aus der Seele sprechen zu scheinen.

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